Mittwoch, 13. Dezember 2017

Australien - der Traum von Down Under II


Während unseres Kongresses an der Gold Coast bin ich bei einem Video auf folgendes Zitat aufmerksam geworden: „Australia is not a Place you see, it’s a place you feel“. Bei meiner darauffolgenden Rundreise wurde dies einmal mehr bestätigt. Man kann nicht immer in Worte fassen, was man detailliert erlebt hat und sicherlich schwinden auch mit der Zeit die einzelnen Erinnerungen. Was aber ewig bleiben wird, sind die Gefühle, die man empfunden hat, beim ersten Blick der unendlichen Weite des Outback, dem ersten gesichteten Känguru oder einfach der perfekte, tropische Sonnenuntergang. Australien geht ans Herz und macht süchtig - ich bin eines der perfekten Beispiele dafür. 

 

 Ich hatte die große Ehre als eine von 300 Mitarbeitern der Touristik weltweit - darunter 45 aus Deutschland - bei der Corroboree West 2017 in Gold Coast/Queensland teilzunehmen. 
Nachdem wir an unserem ersten Tag noch bei Ausflügen das Hinterland der Region kennengelernt haben, trafen wir an 3 Workshop-Tagen 106 Partner von Hotels, Agenturen, Destinationen, Reedereien und anderen touristischen Unternehmen. In jeweils 10 minütigen Gesprächen wurden viele nützliche Kontakte hergestellt und Wissen vermittelt - eine absolut großartige Chance für mich und meine Arbeit. 


Bei der anschließenden Rundreise wurde ich dem Team Crocodile zugewiesen. Unsere Reise ging ins Northern Territory um das so genannte Top End zu erkunden. Bereits auf unserem 4,5h langen Flug konnten wir erkennen, was die Region einmalig macht: hier treffen die Tropen auf das Outback. Für uns bedeutete das zu dieser Jahreszeit: es wird tropisch heiß! Nach der Landung am gemütlichen Flughafen von Darwin, ereilt uns bereits der erste Hitzeschock. Die Sonne brennt enorm und das Lüftchen erweist sich ebenfalls als nicht gerade erfrischend. 
 

Wir fahren ca. 30min an die Waterfront, wo wir unser Hotel Vibe by Adina beziehen. Da wir nun ein bisschen Freizeit haben, erkunden wir die Umgebung mit der schönen Parkanlage und den Pools. Wie fast überall in Down Under sollte man auch hier vermeiden, im Meer zu baden, insofern man nicht als Krokodilfutter enden möchte. Die angebotenen Alternativen hier sind jedoch mehr als entschädigend, sogar ein Wellenbad gibt es für Groß und Klein. Noch ein kurzer Abstecher in den Supermarkt, die ersten Souvenir-Einkäufe und ein Snack in einer der hiesigen Restaurants und schon geht es zurück ins Hotel. Unser Highlight des Tages steht an: eine private Katamaran-Tour mit Champagner in den Sonnenuntergang. Nach kurzem Spaziergang erreichen wir die Pier und unser Boot. In den nächsten 3h schweben wir im Gourmet-und Champagner-Himmel und genießen die tropischen Temperaturen bei einer leichten Brise an Bord. Herrlich! Dieser Ausflug ist wahrlich eine perfekte Einstimmung für unsere Rundreise. Und das I-Tüpfelchen: ein Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch! 

Im Anschluss speisen wir noch in einem Restaurant unterm Sternenhimmel. Voll gefuttert und rundum glücklich flanieren wir bei immer noch sehr warmen Temperaturen (und das soll sich hier auch nicht mehr für uns ändern) zurück zum Hotel.
So ziemlich kurz nach Sonnenaufgang werden wir von unserem Driver Stepho samt Truck namens Archie abgeholt. Wir verlassen die Zivilisation und brechen zu den Nationalparks des Top End auf. Von nun an wird die Landschaft durch stetig sich verändernde Wälder und Felder bestimmt, nur selten kommt uns ein Fahrzeug entgegen und das einzige Anzeichen für menschliches Leben sind einige wenige Raststätten mit Stores am Straßenrand. Hier wird der Einkauf von Wasserflaschen zum absoluten Pflichtprogramm!


Unsere erste Rundreise-Station ist der Litchfield Nationalpark. Neben vielzähligen Wanderwegen findet man hier erfrischende Wasserfälle! Erfrischung - hurra! Die können wir bei diesen Temperaturen auch wirklich gebrauchen.  Nach 144km Fahrt stoppen wir zuerst an den Florence Falls. Auf dem Parkplatz gibt es neben Hinweisschildern auch Toiletten und Umkleidekabinen - die Badestopps in den Nationalparks verfügen über super Ausstattungen, teilweise auch mit Bänken und Tischen für einen Imbiss zwischendurch. 
Ein kleiner Weg bringt uns über Treppen hinunter zum Pool. Hier begrüßen uns auch die wunderbaren Fliegen, die wir bis zu unserer Rückkehr nach Darwin nicht mehr los werden. Unser Stepho verfügt daher auch über die Kenntnis eines deutschen Satzes: Scheiß Fliegen.
Diesen wird man in den nächsten Tagen immer öfter hören.. ;-)




Nach einem Bad im kühlen Nass im Anblick der schönen Wasserfälle, laufen wir über einen anderen Wanderweg zurück zum Parkplatz. Nun sind es nur wenige Kilometer bis zum nächsten Badestopp: den Wangi-Falls. Entgegen der anderen Pools sind auch in der Trockenzeit hier Freshwater-Krokodile anzutreffen. Zum Glück stehen aber Menschen nicht auf deren Speiseplan. Sobald die Regenzeit beginnt und die Flüsse ansteigen, steigt auch die Gefahr, dass die gefährlichen Leistenkrokodile (von den Aussies Saltwater-Crocodile oder einfach nur Saltie genannt) zu den Wasserfällen gelangen können. Daher sind einige der Wasserfälle von November-April für Badebegeisterte gesperrt. Generell heißt es aber immer: Achtung und Baden auf eigene Gefahr. Zur Sicherheit sind daher die Krokodilfallen ganzjährig im Betrieb, wo auch immer wieder mal Salties in der Regenzeit gefangen werden.


Die Wangi Falls verfügen sogar über einen Treppen-Einstieg und dank des klaren Wassers, kann man viele große Steine und die bösen knabbernden Fische sichten. Beim Buley Rockhole, wo sich das Wasser terassenartig hinab schlängelt, halten wir aufgrund vieler Besucher nur kurz.
Nach so viel Planschen und Schwimmen sind wir schon sehr geschwächt, aber unser Stepho bereitet uns leckere Burger zum Lunch zu. 



 
Nach dem Essen heißt es alles Einpacken, Abwasch erledigen und noch einen Fotostopp an den berühmten Termite-Mounds (Termiten-Hügel) des Nationalparks. In dieser Vielzahl und Dichte sind die Magnetic Termite Mounds nur in dieser Region anzutreffen.



 
Zum Pflichtprogramm wird außerdem ein Fotostopp am Eingangsschild.  Auch wenn es hier noch so viel mehr zu entdecken und erleben gibt, unsere Fahrt geht weiter in das verträumte Städtchen Katherine.
Bevor wir die Region vom Nitmiluk Nationalpark erreichen, legen wir eine Rast in Pine Creek ein. 



 
In den frühen Abendstunden erreichen wir dann unsere Unterkunft: das Knotts Crossing Resort in Katherine. Nach einem sehr guten Barramundi (Fisch aus dem nördlichen Australien) in dem hiesigen Savannah-Restaurant und einem leckeren Glas Wein zeigt dann aber auch der lange Tag mit den warmen Temperaturen seine Spuren: Schlafenszeit!


 
 
 Noch weit vor dem Sonnenaufgang klingelt der Wecker, schnell alle Sachen eingepackt, Koffer verladen und es geht zum kleinen Pier. Ich wundere mich, was für schwarze „Blätter“ überall in den Bäumen hängen. Noch ein kurzes Augenreiben.. Ist das die Müdigkeit oder ist hier tatsächlich ALLES voller Fledermäuse? Unglaublich. Nie hätte ich geahnt, was die für einen Lärm veranstalten können. Die Morgendämmerung lässt die Felsen in einem wunderschönen Licht erstrahlen und es geht auf unser Boot. 
Nun kann sie los gehen - unsere „Kreuzfahrt“ durch die Katherine Gorge - die nun wieder Ihren alten, ursprünglichen Namen - Nitmiluk Gorge - tragen darf. Hier herrscht eine wahrhaft mystische Stimmung und wir genießen die Atmosphäre, während wir den Erklärungen unserer Fahrerin lauschen. Der Katherine River hat hier in den letzten 20 Millionen Jahren eine beeindruckende Schluchtenlandschaft hinterlassen.

 In der momentanen Trockenzeit sind die 13 Schluchten nicht alle für Bootsausflüge erreichbar. Die Veränderungen an den Felsen sind dennoch stark zu sehen: während der Wasserstand momentan fast am niedrigsten ist, ist an den Klippen zu erkennen, bis wohin das Wasser in der Regenzeit schonmal stehen kann. Das Gefälle beträgt hier etwa 40m. Wahnsinn! Und doch passen sich Flora und Fauna perfekt an diese Gegebenheiten an. Wir erreichen das Trockenbett, wo uns ein kurzer Spaziergang über die Felsen zum nächsten Boot bringt. 

Nun geht die Sonne auf und die Schlucht zeigt Ihre schönsten Farben. In einer kleinen Höhle sichten wir außerdem ein Krokodil, bisher sahen wir nur deren Abdrücke am Sand der Ufer. Fast könnte man meinen, es gäbe hier ein paar schöne Strände. Fehlanzeige - hier nisten die Krokodile! Außerdem befinden wir uns in der Heimat der Jawoyn Aborigines, einige beeindruckende Malereien an den Felsen zeugen von deren langer Geschichte.
Wir drehen um und fahren zurück zu unserer Basis. Ein kurzer Spaziergang bringt uns zum Besucherzentrum, wo wir frühstücken. Schon heißt es Abschied nehmen von der Gorge und wir fahren zu unserem Top Didj Cultural Experience.
Als wir aus dem Bus steigen, ist nur noch ein „Aaahhh“ und „Ooohhh“ zu hören. Samt den Inhabern und Aborigine Manuel begrüßen uns zuckersüße Baby-Wallabys, die uns zum Kuscheln gleich in die Arme gedrückt werden. Alles andere rückt in den nächsten Minuten erst einmal in den Hintergrund! Fotoshooting ist angesagt und wie die Profis posieren die Kleinen für Selfies und Bilder.


Manuel nimmt uns nun mit auf eine Reise in seine Welt. Er spielt uns auf den Didgeridoo vor, spricht zwischendurch in seiner Sprache, erzählt seine Geschichte und weiht uns in die Kunst des Malens ein. Nun werden wir selbst zu Künstlern und gestalten nach seiner Anleitung und unter seinem wachsamen Blick unser eigenes Bild. Sichtlich stolz sind wir als wir das fertige Kunstwerk betrachten. Im Anschluss lernen wir noch, wie man selbst und ohne Tricks Feuer macht.
Fast könnte man meinen, wir seien jetzt für das Überleben im Busch gewappnet. Wir besichtigen die Kunstgalerie mit ausgestellten Werken und zu unseren Füßen hüpfen die Wallabys. Hach, wie oft überlegen wir diese schnell einzupacken, den Bus zu starten und einfach los zu fahren.
Stepho bereitet uns in der Zwischenzeit wieder ein leckeres Mahl zu. Die Stärkung können wir auch gut gebrauchen, denn nun wird uns das Speer-Werfen nach Aborigine-Tradition beigebracht. Welch tolle Erlebnisse wir doch hier haben dürfen!
 

Nach einigen schönen Stunden und vielen gelungenen Bildern heißt es für uns Abschied nehmen. Die Mittagssonne brennt erbarmungslos, wie schön das uns nun ein Wasserfall erwartet. Die Edith Falls haben wir fast komplett für uns allein. Stepho taucht mit seiner Schnorchelausrüstung ab und erzählt uns stolz von seinen Tier-Sichtungen. Ohje! Eigentlich möchte man gar nicht wissen, was genau hier auch so herum schwimmt... 


Wir verlassen den Nitmiluk Nationalpark und reisen weiter zum größten NP Australiens: Kakadu! Er gehört wegen seines hohem natürlichen und kulturellen Reichtums ebenfalls zur UNESCO. Hier befinden sich nicht nur eine der bedeutendsten Sammlungen von Felsmalereien der Welt, sondern nahezu auch alle Tierarten des Top Ends. Heute wird der Park von seinen traditionellen Eigentümern, den Aborigines, und Mitarbeiter von "Parks Australia" verwaltet. Das kulturelle Erbe des Parks und dessen Schutz hat oberste Priorität. Ebenso wird auch von den Besuchern Respekt vor der Natur und den Traditionen der Aborigines erwartet. Die großen Entfernungen werden uns hier einmal mehr bewusst. Kaum haben wir das Gebiet von Kakadu erreicht, stehen auch schon ein paar Wasserbüffel auf der Straße herum. Zum Glück ziehen sie gleich weiter und auch die Känguru`s hüpfen brav nur parallel zur Straße.
Gerade noch rechtzeitig zur Dämmerung erreichen wir die Cooinda Lodge. Das Abendessen ist wie immer deliziös, aber wie sollte das auch anders sein in Down Under. Eines werde ich mit Sicherheit von hier immer in Erinnerung bewahren: den prächtigen Sternenhimmel! Nachdem wir noch Bekanntschaft mit einigen Schlangen und anderem Getier machen und ich final in unserem Zimmer noch ein skorpionartiges Viech mit einem Schuh erschlage, fallen dann die Äuglein wieder ganz schnell zu.

Der heutige Tag wird sich wohl für lange Zeit in mein Gedächtnis einbrennen: MAGUK! 
Dies ist der Name eines idyllischen Plunge-Pools, versteckt hinter einem Wanderpfad über kleine und große Felsen, Kletterpartien und einer Flussüberquerung über Stock und Stein. Eigentlich gar nicht so schlimm, wären da nicht die tausenden Fliegen in allen Poren und die drückende Hitze. Bereits früh am Morgen erreichen wir den Parkplatz und der "Massenandrang" zeigt sofort: wir sind allein! Entlang des kleinen Flusslaufes mit den bereits bekannten Warnschildern über deren bissige Bewohner, geht es für uns immer höher. Wir lassen den großen Pool erst einmal hinter uns und steigen hinauf zu kleinen Pools mitten in den Felsen. Irgendwo dort oben ziehen wir uns nun schnell um und steigen über Felsen auf allen Vieren hinab in den Pool. Nun betrachten wir die Aussicht und fragen uns: wie sind wir hier nur hin gekommen? Alle weiteren Fragen, zum Beispiel, warum man so selten Menschen auf den Fotos dieser Region sind, erübrigen sich auch sofort. Barrierefreiheit Fehlanzeige, dafür Gänsehaut (irgendwie zumindest) und Herzrasen garantiert.

Von hier schlängelt sich das Wasser seine Bahn über einen Wasserfall hinunter den Berg. Der Abstieg und zunächst kleine Aufstieg zu unseren Klamotten, ist leider nicht ganz so schnell, aber sieht bestimmt ansatzweise so galant aus. Als wir unten beim großen Pool ankommen, haben wir die Erfrischung auch wieder dringend nötig. Am Besten man bleibt einfach im Wasser... :-) 
Zurück am Parkplatz, fix und fertig, nehmen wir nun unser Mittag zu uns. Begleitet werden wir dabei von mindestens 100 Fliegen pro Kopf. 
 Weiter geht die Reise - zum nächsten Badestopp an den Gunlom Falls. Während man vom oberen Infinity Pool einen grandiosen Blick auf die Umgebung hat, kann man vom ebenen Pool, wo die letzten Tropfen des Wasserfalls ankommen, planschen. Erfrischung hier leider Fehlanzeige, die Frischwasserzufuhr ist einfach zu gering am Ende der Trockenzeit. Also bleibt man einfach auch im Wasser stets in Bewegung, um frische Ströme abzufangen. Dies macht sich sowieso ganz gut in Anbetracht der beißenden Fische.
 
Unsere Fahrt geht weiter über die endlos scheinenden Ebenen des Nationalparks zu unserer Unterkunft im Mercure Crocodile Hotel in Jabiru. Kurz zuvor machen wir noch einen kurzen Fotostopp am Yellow Water Billabong. Und siehe da, ein Krokodil zeigt sich auch. Weit entfernt im Trockenen grasen Wildpferde und die umher flatternden Vögel geben der Stimmung bei dem schönen Licht der Sonne noch eine besondere Wirkung. Man müsste manchmal die Zeit anhalten können..


Nach Erreichen unseres Hotels beziehen wir unsere Zimmer und dinieren dann gemeinsam zu Abend. Unsere letzte Nacht in den Nationalparks bricht an!
Und da wir jetzt endlich mutig genug sind, um den Krokodilen fast Auge in Auge gegenüber zu treten, steht unser nächstes Abenteuer bevor: die Guluyambi Cultural Cruise.
Noch nicht mal auf dem Boot Platz genommen, erspähen wir die ersten Salties, die fast harmlos erscheinend am Ufer des Flusses liegen und auf Ihre Beute (vielleicht uns?) warten. 

 Unsere Fahrt führt uns entlang der Landschaft bis hinüber ins Arnhem Land - eine der wenigen Regionen Australiens, in der Aborigines traditionell leben. Deren Territorium darf man nur mit der Genehmigung einer der Angehörigen des Yolngu-Stammes bereisen. 
Dort angekommen, legen wir an und betreten diesen spirituellen Ort. Hier zeigt uns unserer Aboriginal Guide die Kunst des Speerwerfens und erklärt die Bedeutung des Ortes und weitere Geschichten zum Überleben im Busch. Man spürt, welche wichtige Bedeutung diese Region für die Aborigines hat. Auf der Rückfahrt jagen die Krokodile bereits im Wasser und wir genießen immer wieder den mit der schnellen Fahrt hergehenden Wind. 




Zurück an der Basis, ist es nur eine kurze Fahrt zu unserem nächsten Ziel: Ubirr.
Hier befinden sich die bedeutendsten Felsmalereien der Aborigines, welche man auf einem Rundweg besichtigen kann. Dargestellt sind unter anderem Barramundi, Wels, Schildkröten und Wallabys und Malereien, die Jagdszenen und Begegnungen mit "weißen Jägern" darstellen. 


Unseren Lunch nehmen wir in einem kleinen Bistro zu uns. Wobei das Wort Lunch bei weitem untertrieben ist, für das asiatische Festmahl, welches uns präsentiert wird. Nun wird es auch Zeit, uns gebührend bei Stepho zu bedanken und Abschied zu nehmen.
Ein letztes Mal steigen wir in den Truck, der uns nun zurück nach Darwin bringen wird.
Stepho's Selfies mit seinen "Crocodiles"

 Der erste Abschiedsschmerz macht sich breit und es erscheint uns schon ein wenig gewöhnungsbedürftig, als wir der Zivilisation wieder näher kommen. Fast hätten wir schon vergessen, wie sich Stau oder das Stehen an einer Ampel anfühlt.
 
Die letzten 2 Nächte schlafen wir im Hotel Darwin Central, welches mitten in der Stadt liegt. Den Abend verbringen wir gemeinsam im Hanuman Restaurant und geben uns der Vielfalt der asiatischen Küche hin. Bali ist schließlich gerade einmal 2,5 Flugstunden entfernt.
Der Kellner scheint ein Wenig verwirrt, weil wir freiwillig draußen sitzen möchten und nicht drinnen bei der Klimaanlage. Die kurze Erklärung, dass wir gerade aus dem Kakadu Nationalpark kommen, reicht vollkommen aus. Nicht das wir nun frieren würden und die hunderte von den Fliegen vermissen, aber man merkt, es ist ein klitzeklein wenig angenehmer.

Unser letzter Tag in Down Under wird nochmal ein kleines Highlight: es geht zu den Tiwi's! Die Fähre bringt uns in 3h Fahrt hinüber nach Bathurst Island. Die Tiwis unterscheiden sich sowohl von Ihrer Kultur, als auch dem Glauben, von den Aborigines. Der Besuch ist nur mittels gebuchtem Ausflug möglich, ohne dem schafft man es nicht einmal auf die Fähre. Auf unserer Rundfahrt besichtigen wir die Werkstätten, wo die populären Stoffe der Tiwi’s entstehen. 


 Diese sind in ganz Australien bekannt und berühmt für Ihre Einzigartigkeit. 

Der anschließende Besuch des Museums zeigt uns ebenso die Geschichte des Volkes, wie auch kulturelle und spirituelle Bräuche. Nun haben wir die Möglichkeit, den Tiwi Frauen beim Malen zu zusehen und Sie erzählen im guten Englisch über Ihr Leben. Die Tiwi’s sind unglaublich offen und herzlich, was die Kommunikation und das „Kennenlernen“ sehr erleichtert. An diesem Ort nehmen wir auch unser Mittagessen zu uns. Die Männer erklären Ihre Paintings und bemalen sich im Gesicht. Nach interessanten Erläuterungen führen Sie uns Ihre rituellen Tänze auf, aber nicht ohne uns vorher zu weihen. Ein wahrhaftig spirituelles Erlebnis!


 Auf unserer Rückfahrt bemerken wir bereits einige besorgniserregende dunkle Wolken, aber da wir Engel auf Reisen sind, bleiben wir zunächst noch sehr optimistisch.

Direkt vom Fähranleger geht es zu den Mindil Beach Sunset Markets, welche in der Trockenzeit donnerstags und sonntags stattfinden. Heute ist der vorletzte Markt der Saison, wir haben also noch richtig Glück.
Hier versammelt sich gefühlt das gesamte Northern Territory, viele Leute sitzen mit einem Drink in der Hand im Sand und schauen dem Sonnenuntergang zu und auf dem Markt füllen sich die Schlangen an den Essenständen oder auch bei den Kunsthändlern. Eine tolle Stimmung, besonders durch die Musik der Live-Bands! Die Marktleitung hat für uns den VIP-Bereich geblockt, wir haben somit unsere eigene kleine Bar und einen großen Tisch mit Sitzplätzen. 

Nachdem ich mir an einem der Food Trucks mein Essen geholt habe, kommt der Wunsch des Souvenir-Shoppings auf. Nichts wie los! Die Marktleiterin erwähnt schon, dass eine Regenfront naht. Oh oh! Sprinten ist angesagt! Doch dies ist vergebens - noch nicht einmal den ersten Einkauf erledigt, schüttet es von jetzt auf gleich wie aus Eimern. Bei einem kleinen Asia-Imbiss suchen wir zu viert „Unterschlupf“ und halten tapfer die als Vordach dienende Plane nach oben, sodass der Regen ablaufen kann. Ruck-zuck füllen sich die Wege mit Wasser, die Menschen sind durchnässt und da es sowieso heiß ist, entledigt man sich gleich einiger überflüssiger Klamotten und Schuhe? - ja, die braucht man jetzt sowieso nicht mehr.
Nach einer gefühlten Ewigkeit lässt der Regen etwas nach und wir eilen zurück zu unserem Stand. Dort kuscheln wir uns noch unter unser kleines Partyzelt und beschließen die vorzeitige Heimkehr, denn die Märkte werden nun sowieso geschlossen.
Wir nehmen das ganze mit Humor und sind schon fast etwas stolz, den ersten Monsun-Regen der Saison mit erlebt zu haben.
 Apropos Monsun, Darwin’s angesagteste Backpacker-Bar/Restaurant/Diskothek ist das Monsoons, welche zufälligerweise fast gegenüber von unserem Hotel ist. Die letzte Nacht wird also kurz und nach nervenaufreibendem Kofferpacken (zum Glück haben wir 30kg Freigepäck!), schaffe ich es noch einige wenige Stunden Schlaf ab zu fassen. Nach dem Frühstück unternehmen wir noch eine Hop on hop off-Tour um die Stadt in allen Facetten kennen zu lernen. Diese endet beim Royal Flying Doctor Museum.
Ein Flugzeug ist hier ausgestellt und man hat die Möglichkeit, sich über das einzigartige Rettungsystem zu erkundigen.

Außerdem wird in den Nebenräumen sehr visuell und mit nahezu Anwendung aller modernen Medien der heutigen Zeit die Bombardierung Darwins im 2. Weltkrieg nacherzählt.
Mit dem Bus fahren wir weiter zum SkyCity Darwin, wo wir in einem Restaurant zum Essen eingeladen sind. Der letzte Barramundi, der letzte australische Weisswein und es wird ernst.




 
Noch einmal fahren wir zu unserem Hotel, aber leider nur um das Gepäck abzuholen und direkt zum Flughafen zu fahren. Nur 4,5h mit SilkAir (tolle Airline!) und wir landen in Singapur. Hier besichtigen wir das Flughafen-Hotel und ich nutze die verbleibende Zeit zum Shopping. Kurz vor Mitternacht hebt schließlich unser A380 mit Singapore Airlines nach Frankfurt ab… Wie gerne wären wir in einen der Flieger zurück nach Down Under gestiegen!


An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Tourism Australia, Singapore Airlines, 
unsere liebe Reiseleiterin Katja und Stepho!

1596km in 4 Tagen und eine tolle Zeit in Darwin mit Euch: Leonie, Rabea, Steffi, Katrin, Stephanie, Alex, Leticia, Petra und Anne - Vielen Dank! 
Mit Euch würde ich gern jederzeit wieder durch das NT reisen!
  Team Crocodile rocks!

Nach zwei Reisen kann ich nun definitiv sagen: 
ich habe mein Herz an Down Under verloren!
Cheers!


Northern Territory ist Outback pur und verspricht viele Gänsehaut-Erlebnisse auf den vielzähligen Begegegnungen mit den Aborigines. Auf meinen Reisen durch Australien konnte ich viele Insider-Informationen erhalten und Kontakte knüpfen. Wenn Ihr Interesse an einer Reise nach Australien habt, egal ob nun per Mietwagen, Camper, Bus oder auch als Backpacker - wendet Euch gern an mich!



Viele Grüße, Katrin Gröning

0355/821494

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